0:2-Niederlage gegen Servette

Servette’s Sandy Maendly besiegelte mit zwei Toren innert vier Minuten die 0:2-Niederlage von GC Frauenfussball. Dadurch nahm erstmals seit dem 14. November 2020 wieder ein Gästeteam alle drei Punkte aus dem GC/Campus mit.

Vier Tage nach dem grandiosen Sieg im Zürcher Derby kam mit dem Servette FC Chênois Féminin bereits wieder der aktuelle Leader der AXA Women’s Super League angereist. Die Genferinnen gaben bereits im Vorfeld medial bekannt, dass sie nach der Heimniederlage in der Hinrunde und dem Out im Cup-Halbfinal, an diesem Mittwochabend nicht zum Spass anreisen werden. Zudem bestand die Aussicht, mit einem Sieg der erneuten UEFA Women’s Champions League Teilnahme ein grosses Stück näher zu kommen. Auf der anderen Seite war die Ausgangslage für GC Frauenfussball wieder gleich, nur mit einem Punktgewinn blieb die Chance auf den Sieg in der Regular Season rechnerisch bestehen.

GC-Trainerin Theresa Merk nahm wiederum nur einen personellen Wechsel in der Startformation vor. Für die abwesende Emőke Pápai spielte neu Nina Predanič in der Offensive. Wie im Cup-Duell vor 3,5 Wochen bot sich mittels Standard-Situation eine Option zur Führung. Doch der GC-Corner brachte die erhoffte Führung nicht, zumindest nicht für blau-weiss. Die Servettiennes lösten sich schnell aus der Defensive, bei GC-Keeperin Nicole Studer war allerdings Schluss. Sie spielte den Ball direkt im Anschluss in die Mitte zu Luna Lempérière, welche zwar noch den vorausschauenden Schulterblick nach links machte, sich allerdings in falscher Sicherheit wiegte. Die weit genug weg geglaubte Sandy Maendly brauchte für ihren Sprint zu Lempérière nur gerade drei Sekunden. Die mittlerweile 34-jährige Genferin nahm ihrer 13 Jahren jüngeren Gegenspielerin den Ball ab, fackelte nicht lange und erzielte aus 18 Metern via Pfosten das 1:0. Nur vier Minuten später bekamen die Gäste einen Freistoss aus einer ähnlichen Distanz zugesprochen. Die AWSL-Spielerin des Jahres 2021 liess sich auch diese Gelegenheit nicht nehmen und versenkte die Kugel zum 2:0. Das beste Mittel, um einen solchen Schock zu verarbeiten, ist den schnellen Anschlusstreffer zu finden. In der 24. Minute bot sich Nina Predanič die Möglichkeit dazu, ihr Abschluss flog jedoch direkt in die Hände der gegnerischen Keeperin. Die angeordnete Trinkpause direkt nach Sonnenuntergang, kam dem Heimteam gelegen sich nochmals neu zu sortieren. Bis zur Pause verzeichneten die Grasshoppers mit einem Freistoss von Marilena Widmer (34.) und einem Distanzschuss von Ella Ljustina (39.) dann auch zwei weitere gefährliche Abschlüsse. Doch kurz vor Ablauf der sechs Minuten Nachspielzeit waren es nochmals die Gäste die beinahe auf 3:0 erhöhten. Der Kopfball von Malena Ortiz Cruz nach einem Corner prallte vom Aussenpfosten ins Aus.

Zehn Minuten nach der Pause entschärfte Nicole Studer einen Freistoss der Gäste, in der 68. Minute bewahrte die Latte, nach dem Abschluss von Daina Bourma, das Heimteam vor einem weiteren Gegentreffer. Vor der ruppigen und einseitig theatralischen Schlussphase verzeichneten die Zürcherinnen in der 74. Minute durch Ella Ljustina einen weiteren Torabschluss.

An diesem Mittwochabend war die Partie, auch wenn nach den Gegentoren noch genügend Zeit geblieben wäre, zu schnell entschieden. Nachdem es die erste Heimniederlage in dieser Saison im Stadion Letzigrund absetzte, ist mit der zweiten nun die Serie der Ungeschlagenheit im GC/Campus nach 17 Monaten gerissen. Auf die Qualiränge 1 und 2 besteht dadurch keine Chance mehr.

Am kommenden Sonntag steht für GC Frauenfussball bereits der nächste Ernstkampf an. In der 18. Runde der Regular Season geht es ins geschichtsträchtige Stadion Wankdorf zu den BSC YB-Frauen.

Presseschau:
SRF: Doppelte Maendly lässt Servette jubeln (Video-Highlights)
AWSL.ch: Highlights mit Stimmen zum Spiel (folgen..)

Telegramm:

GC Frauenfussball – Servette FCCF 0:2 (0:2)
GC/Campus, Niederhasli. 80 Zuschauer.
SR: Cacioppo, Gabriele. SRA1: Fejzulai, Zekerija. SRA2: Ismail, Samer.
Tore: 15. Maendly 0:1, 19. Maendly 0:2.

GC Frauenfussball: Studer; Blöchlinger (72. Buzás), Walker, Cazalla, Steinmann (64. Meroni); Ljustina, Lempérière (58. Hubler), Widmer; Tenini (72. Hofer), Csillag, Predanič (58. Markovic).
Ersatz: Rutishauser; Kaufmann.
Nicht im Aufgebot: Gut, Kadriu, Wienerroither (alle verletzt/rekonvaleszent), Pápai (Ausbildung), Furrer.

Servette FCCF: Pereira; Schnider, Hurni, Spälti, Mendes; Nakkach (94. Serrano); Ortiz Cruz (84. Fleury), Maendly, Lagonia, Bourma (72. Cardoso); Boho Sayo.
Ersatz: Cutura; Felber, Guede Redondo, Sebayang.
Nicht im Aufgebot: Droz, Grivaz, Muino, Padilla, Peiro, Soulard, Tamplin, Tufo.

Verwarnungen: 32. Csillag (Unsportlichkeit), 69. Meroni (Foul), 83. Hubler (Foul), 84. Schnider (Foul).
Bemerkungen: 45.+6 Kopfball von Ortiz Cruz an den Aussenpfosten. 68. Lattenschuss Bourma. Spiel auf Kunstrasen.

(rfr)

CUPFINAL: Tickets sind ab sofort unter www.ticketmaster.ch online erhältlich (keine Tageskasse!)

Marilena Widmer (mitte) wird von Daina Bourma (links) und Alyssa Lagonia verfolgt.

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