GC Frauenfussball gewinnt in Genf mit 2:0

Welche Bedeutung die beiden Vereine dem ersten Saisonduell zukommen liessen, zeigte sich bereits in der Vorbereitung. Servette FCCF beantragte bereits vor dem Champions League-Spiel am vergangenen Mittwoch, die Verschiebung des AWSL-Spiels auf Sonntag, um einen Tag mehr Erholungszeit zu haben. GC Frauenfussball seinerseits reiste bereits am Vortag in die Romandie, mitunter um die Fahrzeit am Matchtag zu verkürzen. Auf der grossen Hotel Leinwand wurden die letzten Auftritte des amtierenden Meisters dann entsprechend bis ins letzte Detail analysiert. Auch wenn es in den letzten sieben Direktduellen insgesamt gerade noch drei Punkte gab, so nahmen die Zürcherinnen die letzten Kilometer bis nach Carouge mit dem klaren Ziel in Angriff, dieses Spiel zu gewinnen.

Nach zweieinhalb Minuten gaben die Zürcherinnen dann auch auf dem Platz ein erstes Statement ab. Der erste Abschluss von Nina Predanič landete im Aussennetz. In der 11. Minute kam Michelle Blöchlinger nach einem Doppelpass mit Katja Wienerroither zum nächsten Abschluss. Diesmal wehrte Servette-Keeperin Ines Pereira ab. Das Heimteam kam in der 28. Minute nach einem Eckball zu einer ersten grossen Torchance. Katja Wienerroither klärte den Kopfball-Abschluss von Natalia Padilla noch vor der Linie. Nur zwei Minuten später kamen die Servettiennes zu einem weiteren Abschluss, dieser flog jedoch über das Tor. Mit einem Chancenplus der Grasshoppers, jedoch ohne Tore ging es in die Pause.

Im zweiten Durchgang wurde es erst in der 73. Minute so richtig heiss. Léonie Fleury hämmerte einen Freistoss aus knapp 19 Metern an der Mauer vorbei auf das GC-Tor. Isabel Rutishauser parierte das Geschoss in ihrem zweiten AWSL-Spiel allerdings sicher. Die nächste Szene im direkten Gegenangriff war dann weniger schön. Elodie Nakkach checkte GC-Stürmerin Emőke Pápai auf der Seitenlinie in vollem Lauf weg. Glücklicherweise zog sich die Ungarin beim Aufprall auf die erhöhte Betonfläche der Servette-Auswechselbank nur Schürfungen zu. Nakkach flog für diese gesundheitsgefährdende Aktion völlig zu Recht mit der Ampelkarte vom Platz. Zwar hatte man in der Vergangenheit gegen diesen Gegner auch schon in (doppelter) Überzahl verloren, doch nun zündete GC Frauenfussball ein Schlussfeuerwerk. Der Distanzschuss von Marilena Widmer zischte in der 79. Minute nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Nur zwei Minuten später spielte Katja Wienerroither einen perfekten Ball durch die Genfer-Defensive, den Abschluss von Adressatin Aurélie Csillag konnte von Ines Pereira nur abgeblockt werden, Celina Tenini nahm den Abpraller direkt aus der Luft ab und brachte GC Frauenfussball mit 1:0 in Führung. Als nächstes versuchte es Ella Ljustina kurz nach ihrer Einwechslung mit einem Schuss aus der Distanz und holte damit einen weiteren Eckball heraus. Wenige Sekunden vor Ablauf der regulären 90 Minuten fand Katja Wienerroither abermals eine Mitspielerin mit einem Zuspiel in die Spitze. Emőke Pápai ging auf der anderen Seite völlig vergessen und schob den Ball zwischen den Beinen der gegnerischen Keeperin zum 2:0 ins Netz. Eine Woche nach ihrem ersten Treffer im Schweizer Cup, doppelte die 18-jährige nun auch in der AXA Women’s Super League mit ihrer Torpremiere nach. In der Nachspielzeit musste dann auch Aurélie Csillag vorzeitig mit der gelb-roten Karte vom Platz. Nach ihrem Ballwegschlagen in der 93. Minute, nach klarer Offsideposition, blieb dem Unparteiischen schlichtweg keine andere Wahl. So endete die die Partie mit nur noch 20 Spielerinnen auf dem Kunstrasenplatz mit 2:0.

Mit diesen drei Punkten setzte GC Frauenfussball ein Ausrufezeichen und bleibt nach sechs Runden weiter ungeschlagen auf dem zweiten Tabellenplatz.

Am kommenden Donnerstag gibt es nochmals eine Reise zum Testspiel ins deutsche Buggingen gegen die SC Freiburg Frauen. Die letzten drei Spiele des Jahres, finden dann allesamt in Zürich statt.

Das nächste Meisterschaftsspiel bestreitet GC Frauenfussball erst nach der Länderspielpause. Am Sonntag, 31. Oktober 2021, um 16.00 Uhr, gastieren die FC Basel Frauen in Zürich. Diese Partie findet im Rahmen des Tradition Day im Stadion Letzigrund statt. Tickets gibt es hier.

Bilder zum Spiel gibt es in der Galerie.

Presseschau:
SRF: Die Zürcherinnen holen beim CL-Teilnehmer 3 Punkte (Video-Highlights)
AWSL.ch: Highlights mit Stimmen zum Spiel
LeMatin.ch: Servette Chênois perd le choc au sommet


Telegramm:
Servette FC Chênois Féminin – GC Frauenfussball 0:2 (0:0)
Stade de la Fontenette, Carouge. 212 Zuschauer.
SR: Nikolic, Miroslav. SRA1: Dauphin, Maxime. SRA2: Ahmadi, Ali.
Tore: 81. Tenini 0:1, 90. Pápai 0:2.

Servette FCCF: Pereira; Soulard (57. Tamplin), Felber, Mendes, Fleury; Nakkach, Hurni; Maendly (57. Guede Redondo); Padilla, Peiro (85. Bourma), Boho Sayo.
Ersatz: Droz; Spälti, Grivaz.
Nicht im Aufgebot: Serrano (verletzt/rekonvaleszent), Lagonia, Sebayang, Tufo, Muino.

GC Frauenfussball: Rutishauser; Blöchlinger, Lempérière, Cazalla, Steinmann; Tenini, Widmer, Predanič (83. Ljustina); Pápai, Wienerroither (92. Hofer), Hubler (66. Csillag).
Ersatz: Furrer; Walker, Kaufmann, Gubler.
Nicht im Aufgebot: Kadriu, Markovic, Studer, Wirthner (alle verletzt/rekonvaleszent), Schärer.

Verwarnungen: 13. Hubler (Foul). 24. Nakkach (Foul). 43. Cazalla (Foul). 57. Peiro. 68. Wienerroither (Foul). 75. Lacharme (Co-Trainer SFCCF). 77. Csillag (Foul).
Gelb-Rote Karten: 74. Nakkach (Foul). 93. Csillag (Unsportlichkeit).
Bemerkungen: Spiel auf Kunstrasen.

(rfr)

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