Lehrstunde für verjüngtes GC-Team in Basel

Im Nachtragsspiel der 16. Runde unterliegt ein massiv verjüngtes GC Frauenfussball den FC Basel Frauen auswärts mit 0:7.

Die Partie der 16. Runde der AXA Women’s Super League war einst am 02. April 2022 angesetzt. Der FC Basel hatte damals aufgrund mehrerer Corona-Fälle beim Schweizerischen Fussballverband eine Spielverschiebung beantragt, welche entsprechend gutgeheissen wurde. Am einzigen im offiziellen Datenplan vermeintlich noch offenen Reservetermin, absolvierten die Grasshoppers ihr planmässiges Nachtragsspiel als Cup-Halbfinalist. Deswegen mussten die beiden Vereine bilateral einen Nachholtermin vor den Play-offs finden. Von Seiten GC wurde ein Termin nach dem Cupfinal vorgeschlagen, der FC Basel kam diesem Wunsch nicht nach. Letztlich wurde die Partie am Mittwoch, 27. April 2022, drei Tage vor dem Cupfinal, angesetzt. Dies hätte dann für die Zürcherinnen bis und mit Cupfinal fünf Spiele innert 15 Tagen zur Folge gehabt. Die AWSL-Spielerinnen haben sich den dritten Platz und den Cupfinal hart erarbeitet. Dass sie unverschuldet drei Tage vor dem wohl grössten Highlight ihrer Karriere und der Club-Geschichte, ein ursprünglich nicht geplantes Spiel bestreiten sollten, welches auf den weiteren Verlauf der Saison wenig, bis gar keinen Einfluss haben wird, kann ihnen und dem Verein nicht angelastet werden.

So reiste AWSL-Trainerin Theresa Merk mit lediglich vier ihrer Kader-Spielerinnen nach Basel. Weitere Spielerinnen, denen man gerne noch Einsatzminuten zugestanden hätte, waren aufgrund von Sperren oder Krankheit nicht verfügbar. Mit Ausnahme zweier Spielerinnen aus der U17, standen die U19-Spielerinnen des heutigen Co-Trainers Daniel Sousa im Aufgebot. Eine gewisse Start-Nervosität war dann auf Seiten der Gäste nicht verwunderlich. Da half die Glanzparade von Isabel Rutishauser in der vierten Minute nach einem Basler Corner. In der 8. Minute bekam das Heimteam einen Freistoss kurz vor dem Strafraum zugesprochen. Jana Kaiser zirkelte den Ball zum 1:0 über die Mauer. Drei Minuten später folgte dann die erste FCB-Chance aus dem Spiel heraus, diesmal scheiterte Kaiser jedoch an Rutishauser. Beim Abschluss von Tyara Buser hatte die GC-Keeperin dann jedoch wieder das nachsehen, ihre Vorderleute liessen der FCB-Stürmerin viel zu viel Platz (17.). Die nächste Szene hätten wir gerne gegen ein weiteres Gegentor eingetauscht. Seraina Kaufmann, welche letzten Sonntag erstmals wieder mittun konnte, blieb im Rasen hängen und verdrehte sich das Knie. Für sie war die Partie nach knapp zwanzig Minuten vorbei. Eine genaue Diagnose wird erst nach weiteren medizinischen Abklärungen vorliegen. Wir wünschen Sese an dieser Stelle nur das allerbeste! Das 3:0 fiel dann kurz darauf durch Sonja Merazguia (23.), gefolgt vom 4:0 durch Jana Kaiser (29.) und dem 5:0 abermals durch Merazguia (38.).

Vor Wiederanpfiff schickte FCB-Trainerin Danique Stein gleich vier neue Spielerinnen aufs Feld. Bei GC Frauenfussball gab es nur eine Rochade, der Nachname allen GC-Fans bestens bekannt. Mit Eliza Kadriu kam die jüngere Schwester von Yllka zu ihrem Debüt in der höchsten Spielklasse. Beide hatten sich im Vorjahr einen Kreuzbandriss zugezogen. Die 15-minütige Pause hatte den jungen Hopperinnen sichtlich gutgetan. Im weiteren Spielverlauf konnte auch die 17-jährige FCB-Keeperin Selina Wölfle beschäftigt werden. Dem Heimteam gelang allerdings in der 63. Minute durch Imane Saoud das 6:0 und in der 91. Minute noch das 7:0 durch Julia Matuschewski. Der FCB holte sich damit auch im zweiten nicht ganz alltäglichen Direktduell alle drei Punkte. Sollten die beiden Teams in dieser Saison nochmals aufeinandertreffen, käme es gleich nochmals zu einem speziellen Spiel, es wäre dann nichts weniger als der Play-off-Final.

Für die aufopferungsvoll kämpfenden Hopperinnen war dies eine gute Standortbestimmung für die weiteren Aufgaben und sie erhielten auch gleich einen Vorgeschmack auf den Blue Stars/FIFA Youth Cup an Auffahrt, dort heissen die Gruppengegnerinnen dann unteranderem Olympique Lyon und FC Rosengard.

Für das AWSL-Team steht wie bereits erwähnt am Samstag der nächste Ernstkampf an. Es ist Derby, es ist CUPFINAL! Wer sich dieses Spiel nicht live im Stadion Letzigrund anschaut, ist selbst schuld!

Presseschau:
SRF: Baslerinnen feiern in Nachtragsspiel gegen GC einen Kantersieg (Video-Highlights mit Stimmen zum Spiel)
BZ Basel: Wenn Basel Zürich überfährt und einen Vorteil in den Playoffs erhält

Die jüngste der AWSL-Debütantinnen: Alix Maechler (rechts) wird am Freitag 16 Jahre alt.

Telegramm

FC Basel Frauen – GC Frauenfussball 7:0 (5:0)
Nachwuchs-Campus Basel, Münchenstein. 120 Zuschauer.
SR: Nagy, Pascal. SRA1: Kqira, Nikoll. SRA2: Solari, Simon.
Tore: 8. Kaiser 1:0, 17. Buser 2:0, 23. Merazguia 3:0, 29. Kaiser 4:0, 38. Merazguia 5:0, 63. Saoud 6:0, 91. Matuschewski 7:0.

FCB Frauen: Wölfle; Rey (46. Hamidi), Huber, Schmidt, Bénard; Kaiser, Hoti (46. C. Schmid), Matuschewski; Buser (46. Bunter), Surdez (46. Saoud), Merazguia (55. Fockers).
Ersatz: Tschudin; Szenk.
Nicht im Aufgebot: Plöchlinger, Ferrara, Gütermann, Hirschi, Lüscher, Markou, Miotto, Pilgrim, Spiniello, Sundov.

GC Frauenfussball: Rutishauser; Meroni, Buzás, Angst (46. E. Kadriu), Krieg; M. Schmid, Vrdoljak (82. Tomas Da Cruz); Kaufmann (20. Raschle), Hafizovic, Maechler (76. Kleinlercher); Isejni (76. Sedman).
Ersatz: Schubert.
Nicht im Aufgebot: Gut, Y. Kadriu, Wienerroither (alle verletzt/rekonvaleszent), Hofer, Widmer (beide gesperrt), Hubler (krank), Pápai (Ausbildung), Blöchlinger, Cazalla, Csillag, Furrer, Lempérière, Ljustina, Markovic, Predanič, Steinmann, Studer, Tenini, Walker.

Verwarnungen: -.
Bemerkungen: AWSL-Debüt von Angst, Hafizovic, Isejni, E. Kadriu, Kleinlercher, Krieg, Maechler, Raschle, M. Schmid, Sedman, Tomas Da Cruz und Vrdoljak (alle GC).

(rfr)

CUPFINAL: Tickets sind unter www.ticketmaster.ch online erhältlich (keine Tageskasse!)

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