#neuetradition lautstark eingeläutet – Leider ohne Punkte.

Am vergangen Sonntag fand zum ersten Mal der Tradition Day zur Nachwuchsförderung des GC Frauenfussball im Stadion Letzigrund statt. Gemeinsam mit euch haben wir ein lautstarkes Zeichen im Schweizer Frauenfussball gesetzt.

Das erste Highlight des Tages liess nicht lange auf sich warten: Während des 30-minütigen Sponsorenlaufs sammelten unsere Nachwuchsspielerinnen gemeinsam mit unserer General Managerin, Lara Dickenmann, rund 20'000 Franken, die der Nachwuchsförderung des GC Frauenfussball zu Gute kommen. Ein herzliches Dankeschön gilt den Läuferinnen, die bis zum Schluss gekämpft haben, und den Sponsor*innen, für die grosszügige Unterstützung.

Um 16 Uhr wurde der Spitzenkampf der der AXA Women's Super League zwischen dem GC Frauenfussball und den FC Basel 1893 Frauen angepfiffen. Das Spiel endete jedoch trotz Heimvorteil mit einer 2:4-Niederlage (Matchbericht folgt unten).

Doch spätestens, als die Spielerinnen von den 999 Zuschauer*innen zur Autogrammstunde erwartet wurden, waren Kummer und Sorgen – auch wenn nur für einen Moment – verflogen.

Matchbericht

GC Frauenfussball verliert erstmals seit November 2020 wieder ein Heimspiel. Die FC Basel Frauen nehmen mit einem 4:2-Sieg alle drei Punkte aus dem Stadion Letzigrund mit.

Ein TV-Live-Spiel und das im Stadion Letzigrund, weder das eine noch das andere ein gutes Omen. Denn sowohl in den beiden bisherigen TV-Spielen wie auch in den beiden Gastspielen im Letzigrund konnte GC Frauenfussball nicht reüssieren. Auf der positiven Seite stand jedoch die Heimstärke der letzten elf Monate und die Ungeschlagenheit in dieser Saison.

Laut wurde es dann nach rund viereinhalb Minuten auch im Spiel. Nach einem Abschluss von Kapitänin Laura Walker, die erstmals in dieser Saison wieder von Beginn an auf dem Platz stand, staubte Emőke Pápai zum vermeintlichen 1:0 ab. Leider stand sie mit einem Bein im Offside. Ansonsten war die erste Halbzeit eine zum Vergessen, ausser den beiden Kopfballmöglichkeiten von Marta Cazalla passte nicht viel zusammen. Die ungewohnte Hektik und die unerzwungenen Fehlpässe, so erklärte Laura Walker im SRF-Pauseninterview das Geschehen im ersten Durchgang, in dem die Zürcherinnen nach zwei Toren von Alayah Pilgrim mit 0:2 im Rückstand lagen (20. und 35.).

Für Walker kam gleich nach der Pause Fiona Hubler neu ins Spiel. Trotz der ersten Umstellung auf GC-Seite waren die Gäste aus Basel dem 3:0 näher. Nach einer verpassten Chance von Selina Fockers in der 51. Minute, war es Vanesa Hoti die das Geschenk von Marta Cazalla in Form eines weiteren Fehlpasses dankend annahm und nur eine Minute später auf 3:0 stellte. In der 65. Minute nahm Theresa Merk zwei weitere Wechsel vor. Für Michelle Blöchlinger und Katja Wienerroither sollten Ella Ljustina und Ana Maria Markovic für frischen Wind sorgen. Und siehe da, nur zwei Minuten später war endlich Leben in der Bude. Nina Predanič hämmerte das Zuspiel von Fiona Hubler zum 1:3 ins Netz. Rot-blau wusste noch nicht wie ihnen Geschehen ist, da hallten bereits die nächsten blau-weissen Jubelschreie durchs weite Rund. Nur 83 Sekunden nach dem 1:3 verkürzte Emőke Pápai nach einem Freistoss von Celina Tenini auf 2:3. Kurz darauf vollzog auch FCB-Trainerin Danique Stein ihren zweiten Wechsel und brachte mit der mittlerweile 35-jährigen Kristina Sundov wertvolle Erfahrung auf den Platz. Die weitere GC-Aufholjagd brachte leider nichts Zählbares mehr ein. Nachdem Eleni Markou in die Beine von Luna Lempérière gestrauchelt ist, versenkte Jana Kaiser den folgenden Freistoss zum 4:2 (83.). Dabei blieb es bis zum Schlusspfiff nach 95 Minuten.

Auch wenn GC Frauenfussball erstmals in dieser Saison ohne Punkte vom Platz ging, so bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei den insgesamt 999 Zuschauerinnen und Zuschauern, die diesem Spitzenkampf einen würdigen Rahmen verliehen haben.

In der Tabelle stehen die FC Zürich Frauen (18 Punkte) nach ihrer Niederlage in Aarau weiter zwei Punkte vor GC Frauenfussball, welche dank dem besseren Torverhältnis weiterhin vor dem FC Basel platziert sind. Mit 15 Punkten ist Servette FCCF in Lauerstellung. In der nächsten AWSL-Runde kommt es zu den Direktduellen der aktuellen Top 4. Im Heerenschürli wird am 13. November 2021 das Zürcher Derby steigen.

Vorerst wechselt am kommenden Wochenende allerdings der Wettbewerb. GC Frauenfussball trifft am Samstag, 06.11.2021, um 18.30 Uhr, im Schweizer Cup Achtelfinal auswärts auf die FC Aarau Frauen.

Telegramm:

GC Frauenfussball – FC Basel 1893 Frauen 2:4 (0:2)
Stadion Letzigrund, Zürich. 999 Zuschauer.
SR: Mauricio, Laura. SRA1: Nuara, Laetitia. SRA2: Mazenauer, Melanie. VO: Anex, Déborah.
Tore: 20. Pilgrim 0:1, 35. Pilgrim 0:2, 52. Hoti 0:3, 68. Predanič 1:3, 69. Pápai 2:3, 83. Kaiser 2:4.

GC Frauenfussball: Rutishauser; Blöchlinger (65. Ljustina), Lempérière, Cazalla, Steinmann; Walker (46. Hubler), Widmer; Predanič; Tenini, Wienerroither (65. Markovic), Pápai.
Ersatz: Furrer; Kaufmann, Gubler, Hofer.
Nicht im Aufgebot: Kadriu, Studer (beide verletzt/rekonvaleszent), Csillag (gesperrt), Schärer, Wirthner.

FC Basel 1893 Frauen: Tschudin; Rey, Huber, Lüscher, Bunter; Kaiser, Markou, Hoti; Merazguia (54.Hamidi), Pilgrim (87. Matuschewski), Fockers (70. Sundov).
Ersatz: Wölfle; Ferrara, Schmid, Spiniello.
Nicht im Aufgebot: Plöchlinger; Gütermann, Hirschi, Saoud, Surdez.
Verwarnungen: 16. Merazguia (Foul). 83. Lempérière (Foul). 85. Markou (Foul). 93. Ljustina (Foul).

Bemerkungen: -.

(rfr/fke)

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